Orientierung ist gerade in Zeiten des Wandels zentral: Wohin wollen wir uns entwickeln? Was ist uns dabei wichtig? Und wie gestalten wir unsere Arbeit konkret? Umso wichtiger sind klare Orientierungspunkte für verantwortungsvolles Handeln. Deshalb haben wir acht “Guiding Principles” erarbeitet, die uns als Kompass für unser tägliches Handeln und die Weiterentwicklung von Chance Digitalität dienen. Konkret zielen diese Punkte auf einen sorgfältigen, verantwortungsvollen und am Wohl der Kinder ausgerichteten Umgang mit Daten ab, der eine transparente und lernorientierte Weiterentwicklung des Bildungssystems unterstützen soll.
1. Wir stellen das Wohl des Kindes ins Zentrum unseres Handelns.
Unser Kompass ist das Kind: Es soll in einem starken öffentlichen Bildungssystem aufwachsen, das ihm Orientierung, Teilhabe und Zukunft eröffnet. Dafür setzen wir uns ein.
2. Wir nutzen Daten als Anker in einer komplexen Welt.
Daten helfen, Orientierung zu finden, besonders dann, wenn Systeme vielschichtig und Herausforderungen unübersichtlich sind. Wir sehen in ihnen ein Werkzeug für mehr Klarheit und gemeinsames Lernen. Daten können nicht alleine zu einer politischen oder administrativen Entscheidung führen, sondern bilden ein Puzzleteil im Gesamtbild.
3. Wir schaffen Verständnis für Daten durch Dialog und Transparenz.
Vertrauen ist die Voraussetzung für nachhaltigen Wandel. Deshalb investieren wir in tragfähige Beziehungen, transparente Prozesse, wenn möglich offene Daten, geteilte Verantwortung und eine Kultur des gemeinsamen Lernens, um Daten gemeinsam zu verstehen, einzuordnen und nutzbar zu machen. So werden Daten zu der Wissensgrundlage, die wir für evidenzbasierte Entscheidungen brauchen.
4. Wir sehen Fehler als Ressource für Entwicklung.
Fehler sind Teil jedes Lernprozesses. Wir fördern eine konstruktive Fehlerkultur, in der Fehler nicht als Rückschritt, sondern als Impuls für Weiterentwicklung verstanden werden, sowohl bei Einzelnen wie auch im System.
5. Wir nehmen Widerstände als Teil gelingender Transformation ernst.
Wir verstehen Transformation nicht als linearen Prozess. Widerstände sind ein natürlicher und erwartbarer Bestandteil der Auseinandersetzung mit Veränderung. Widerstände sind wertvoll, denn sie machen sichtbar, wo Klärungsbedarf und Energie besteht, und schaffen so neue Möglichkeiten für Austausch und Beteiligung.
6. Wir fördern Partizipation über institutionelle Grenzen hinweg.
Wandel entsteht nicht isoliert. Wir arbeiten mit Städten, Kantonen und Akteur:innen aus Verwaltung, Schule und Politik zusammen, um Wissen gemeinsam zu erzeugen, zu teilen und wirksam zu machen. Transformation gelingt, wenn viele Perspektiven sichtbar und wirksam werden und die verschiedenen Verwaltungsebenen kooperieren.
7. Wir setzen uns mit Daten und Evidenz für Chancengerechtigkeit ein.
Chancengerechtigkeit ist ein zentraler Auftrag öffentlicher Bildungsinstitutionen und Schulen. Wir fördern die Arbeit mit Daten und Evidenz, um strukturelle Ungleichheiten sichtbar zu machen, zu verstehen und gezielt zu adressieren und so wirksame Bildung für alle Kinder zu ermöglichen.
8. Wir verstehen digitale Souveränität als gemeinsames Ziel.
Digitale Souveränität entsteht, wenn Menschen digitale Technologien eigenständig, selbstbestimmt und sicher nutzen und gemeinsam gestalten können. Wir unterstützen Bildungsverwaltungen und -politik dabei, diese im öffentlichen Bildungssystem aufzubauen und zu stärken.